LAMPEN
Glühlampen:
In einer sauerstoffarmen Glaskugel wird ein Glühfaden durch elektrischen Strom auf eine sehr hohe Temperatur erhitzt. Sobald die Glühlampe an eine geeignete Spannungsquelle angeschlossen wird, fließt Strom durch den Glühfaden, der sich so stark erhitzt, dass er Licht ausstrahlt. Der Glühfaden besteht aus dem Übergangsmetall Wolfram, das eine sehr hohe Schmelztemperatur aufweist. Da Wolfram schwer abzubauen und zu bearbeiten ist, wurden in den Anfängen der Glühlampe zunächst andere Materialien verwendet, wie beispielsweise Kohlenstoff oder andere Metalle wie Platin oder Osmium. Lampen mit einem Kohlenstoff-Glühfaden werden noch in bescheidenem Umfang hergestellt, weisen jedoch einen sehr schlechten Wirkungsgrad auf.
Halogenlampen
Eine Halogenlampe ist eine Glühlampe, deren Kolben mit einem unter hohem Druck stehenden Inertgas gefüllt ist. Diesem Gas wird eine geringe Menge eines Halogens (Brom oder Jod) beigemischt, woraus sich der Name der Lampe ableitet. Eine Halogenlampe hat einen höheren Wirkungsgrad (Lichtleistung pro zugeführter Energiemenge) und eine längere Lebensdauer als eine gewöhnliche Glühlampe. Der überwiegende Teil der einer Glühlampe zugeführten elektrischen Energie wird nicht in sichtbares Licht, sondern in unsichtbare Wärme (den infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums) umgewandelt. Das Verhältnis zwischen sichtbarem und unsichtbarem Licht wird hauptsächlich durch die Temperatur des Glühfadens bestimmt: Je höher die Temperatur, desto größer ist der sichtbare Anteil und somit desto höher der Wirkungsgrad. Außerdem wird das Licht weißer.
Gasentladungslampen:
Eine Gasentladungslampe ist eine künstliche Lichtquelle, in der Licht erzeugt wird, indem elektrischer Strom durch ein ionisiertes Gas geleitet wird. Verwendete Gase sind Neon, Argon, Xenon und Krypton, in vielen Fällen eine Mischung dieser Edelgase. Nahezu immer sind noch weitere Stoffe in der Röhre vorhanden, wie Quecksilber oder Natrium, und bei einigen Hochdrucklampen Metallhalogenide.
Niederdruck-Gasentladungslampen:
Hierzu gehören die klassischen Leuchtstoffröhren (Tubular Lamp oder Tube Luminescente), eine Röhrenlampe, die sehr häufig in Haushalten und Büros verwendet wird. Auch Energiesparlampen gehören zu diesem Typ. Um die Lichtfarbe von Gasentladungslampen zu beeinflussen, wird bei Leuchtstoffröhren die Innenseite der Entladungsröhre mit einer Leuchtstoffschicht überzogen, die die bei der Entladung entstehende UV-Strahlung in sichtbares Licht einer bestimmten Farbe umwandelt. Ein weiterer Typ von Niederdrucklampe ist die Niederdruck-Natriumdampflampe, die vor allem für die Straßenbeleuchtung verwendet wird. Diese Lampen strahlen monochromatisches gelbes Licht aus, was bei vielen anderen Anwendungen unerwünscht ist. Sie haben von allen Gasentladungslampen die höchste Lichtausbeute (ca. 200 Lumen pro Watt).
Hochdruck-Gasentladungslampen:
Der Druck in diesen Lampen kann von einigen Dutzend bar bis auf über 100 bar ansteigen. Diese Lampen sind in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, obwohl sie sehr verbreitet sind, meist in professionellen Anwendungen. Für die Beleuchtung in Gewächshäusern, Ställen, Tankstellen, Schaufensterbeleuchtung, in größeren Geschäften, auf Sportplätzen und in hohen Industriehallen werden in vielen Fällen Hochdruck-Gasentladungslampen in Form von Metallhalogenidlampen verwendet. Diese Lampen strahlen nahezu weißes Licht aus und ersetzen zunehmend die älteren Hochdruck-Quecksilberdampflampen.
Auch die Lampen in einem Beamer sind Hochdruck-Gasentladungslampen. Die bei Großveranstaltungen eingesetzten Scheinwerfer sowie die Stadionbeleuchtung in Fußballstadien basieren fast immer auf Hochdruck-Gasentladung. Auch die Scheinwerfer moderner Autos sind oft Hochdruck-Gasentladungslampen; diese sind an einem bläulichen Licht (Xenonlampe) zu erkennen. Für die Straßenbeleuchtung werden häufig Hochdruck-Natriumdampflampen eingesetzt. Diese strahlen ein etwas orange-gelbliches Licht aus, doch die Farbwiedergabe dieser Lampen ist deutlich besser als die der Niederdruck-Natriumdampflampe. Für die Straßenbeleuchtung werden auch noch die älteren Hochdruck-Quecksilberdampflampen verwendet, die weißes Licht abgeben.
Während die Temperatur des Gases bei Niederdruck auf lediglich einige Dutzend Grad Celsius begrenzt bleibt, kann das Gas in einer Hochdruck-Gasentladungslampe eine Temperatur von über 1000 °C erreichen. Diese hohe Temperatur ermöglicht das Vorhandensein anderer Ionen im Gas durch Zugabe von (manchmal mehreren) Salzen, Quecksilber und/oder Brom. In vielen Fällen handelt es sich bei den Salzen um Bromide oder Iodide, da dies die Lebensdauer der Lampe positiv beeinflusst. Das Metall im Salz sorgt dann für ein spezifisches Spektrum und eine bestimmte Lichtfarbe. Daher ist die Zusammensetzung dieser Salze sehr wichtig, um eine möglichst korrekte Farbwiedergabe zu erzielen.
Reflecoat-Lescrauwaet BV
Machineweg 53A - NL-1394AT - Nederhorst den Berg
+31-(0)35-8872683 - info@reflecoat.com - The Netherlands
Alle transacties zijn conform onze algemene leveringsvoorwaarden en privacy reglement.