STÄLLE

Stallbeleuchtung für die Viehzucht:

Rinder:

Rinder unterscheiden in der Regel nicht zwischen LED-, Hochdruck-Natriumdampf- oder Metallhalogenidlampen, daher sind lediglich die Intensität und die Dauer der Beleuchtung von Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass die Beleuchtungsstärke mindestens 150 Lux betragen sollte. Ein Beleuchtungsrhythmus von etwa 16 Stunden Licht mit mindestens 150 Lux, gefolgt von etwa 8 Stunden Dunkelheit (maximal 5 Lux), sorgt für positive Eigenschaften. Durch die Verlängerung der Tage mittels Stallbeleuchtung wird die Melatoninproduktion positiv beeinflusst.
Licht hemmt die Melatoninproduktion, Dunkelheit beschleunigt sie. Mit dem oben genannten Beleuchtungsrhythmus simulieren Sie die langen Sommertage: jene Tage, an denen die Tiere von Natur aus am aktivsten sind, was zu einer höheren Produktion und einer größeren Futteraufnahme führt.

Seit etwa 1978 werden unabhängige Studien zu den Auswirkungen der Stallbeleuchtung auf Milchvieh durchgeführt. Diese haben gezeigt, dass eine richtige Lichtintensität und Beleuchtungsdauer einen großen positiven Beitrag zur Gesundheit, Fruchtbarkeit, zum Wohlbefinden und zur Produktivität von Milchvieh leistet.
Das bekannteste Phänomen im Zusammenhang mit Licht ist, dass es den Hormonhaushalt von Milchvieh steuert und damit die Milchproduktion, die um bis zu 15 % gesteigert werden kann. Weniger bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass eine richtige und gleichmäßige Stallbeleuchtung die Fruchtbarkeit verbessert, die Trächtigkeit positiv beeinflusst und zudem die Sichtverhältnisse verbessert.

Auch die Zeit zwischen den Geburten lässt sich durch die Anwendung eines geeigneten Lichtregimes und einer angemessenen Beleuchtungsstärke verkürzen. Zudem können Krankheiten früher erkannt werden.
Eine ungeeignete Lichtintensität oder ein ungeeignetes Beleuchtungsregime kann Auswirkungen auf die Gesundheit, die Produktion oder das Wohlbefinden Ihrer Tiere haben.

Geflügel:

Es ist bekannt, dass Licht ein wichtiger Faktor in der Geflügelbranche ist. Dennoch gibt es regelmäßig Fragen dazu, welches Beleuchtungsregime für gesundes und produktives Geflügel am besten geeignet ist.

Hühner beispielsweise nehmen Licht anders wahr als Menschen. Der Mensch erkennt grob gesagt drei Farben: Rot, Grün und Blau. Beim Huhn ist das Auge einer der am weitesten entwickelten Sinne, wodurch Hühner mehr Farben wahrnehmen können. Das Hühnerauge befindet sich an der Seite des Kopfes. Dadurch haben Hühner ein breiteres Sichtfeld als der Mensch, dessen Augen an der Vorderseite sitzen.

Zudem können Hühner Licht auch außerhalb des Auges wahrnehmen. Hühner verfügen über eine Art augenähnliches Organ direkt unter dem Schädel, mit dem sie Hell und Dunkel wahrnehmen können. Außerdem weisen Hühner einen zusätzlichen Peak im ultravioletten Licht auf. Durch diesen zusätzlichen Peak können sich Hühner besser gegenseitig erkennen. Dies ist wichtig für die Hackordnung. Wenn Hühner einander nicht erkennen können, fangen sie an, sich gegenseitig zu picken, was dazu führt, dass die Hackordnung gestört wird.

Hühner reagieren empfindlich auf Licht, weshalb eine gute Lichtverteilung und eine angemessene Beleuchtungsstärke von großer Bedeutung sind. Eine gute Lichtverteilung sorgt dafür, dass sich die Hühner optimal über die gesamte Fläche des Stalls verteilen. Dadurch entstehen weniger feuchte Aufenthaltsbereiche und das Risiko einer Fußsohlenentzündung ist deutlich geringer.

Um das Licht so gut wie möglich steuern zu können, ist es unerlässlich, dass die Stallbeleuchtung regelbar bzw. dimmbar ist. Eine regelbare Beleuchtung gibt Ihnen die Möglichkeit, jede gewünschte Lichtstärke im Stall einzustellen.

Eine gute Lichtverteilung sorgt in der Regel dafür, dass möglichst wenig Schatten entsteht. Hühner halten sich nicht gerne im Dunkeln auf. Es ist wichtig, möglichst wenige Schattenplätze im Stall zu haben.

Bei Geflügel ist es wichtig, eine hochfrequente Stallbeleuchtung zu verwenden. Hühner nehmen Licht anders wahr als Menschen. Bei einer Stallbeleuchtung mit einer Frequenz von bis zu 160 Hertz können Hühner Lichtblitze wahrnehmen. Herkömmliche Leuchtstoffröhren haben eine Frequenz von 50 Hertz. Durch Lichtblitze entsteht im Stall eine Art Stroboskopeffekt – eine unangenehme Erfahrung für die Hühner.

Für Geflügel kommen verschiedene Beleuchtungsregime in Frage. Dies hängt von der Art des im Stall gehaltenen Geflügels ab. Bei Masthühnern ist gesetzlich vorgeschrieben, dass auf 80 % der Bodenfläche eine Beleuchtungsstärke von mindestens 20 Lux gewährleistet sein muss. Das Gleiche gilt für Legehennen, während ältere Hennen wiederum 40 bis 60 Lux benötigen. Eine ungeeignete Beleuchtungsstärke oder ein ungeeignetes Beleuchtungsregime kann Auswirkungen auf die Gesundheit, die Produktion oder das Wohlbefinden Ihres Geflügels haben.

Pferde:

Lichtintensität, Lichtverteilung, Tageslänge und Lichtfarbe beeinflussen das Wohlergehen der Tiere und damit das Verhalten von Pferden. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser vier Faktoren wirkt sich positiv auf die Pferde aus. Eine angemessene und gleichmäßige Stallbeleuchtung trägt unter anderem zu einer besseren Gesundheit und Produktivität bei. Es tauchen regelmäßig Fragen dazu auf, welche Beleuchtung in der Pferdebranche am besten geeignet ist.

Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass in Pferdeställen eine Beleuchtungsstärke von mindestens 150 bis 200 Lux wünschenswert ist. Diese Beleuchtungsstärke sorgt in Verbindung mit einem Lichtregime von 16 Stunden Licht, gefolgt von 8 Stunden Dunkelheit, für positive Ergebnisse. Durch die Verlängerung der Tage mittels Stallbeleuchtung wird die Melatoninproduktion beeinflusst. Melatonin wird auch als Schlafhormon bezeichnet. Licht hemmt die Melatoninproduktion, Dunkelheit beschleunigt sie. Mehr Licht bedeutet weniger Schlafhormon und somit aktivere Pferde
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Darüber hinaus brauchen Pferde visuellen Kontakt. In dunklen Ställen gibt es weniger Möglichkeiten zum Kontakt mit anderen Pferden. Dadurch kann es eher zu Verhaltensauffälligkeiten kommen, wie zum Beispiel Wiegen, Kribbenbeißen und Saugen, die meist durch Langeweile entstehen.

Auch in der Pferdezucht spielt die Stallbeleuchtung eine wichtige Rolle. Die Beleuchtung hat einen großen Einfluss auf den Hormonhaushalt und die Fruchtbarkeit von Pferden. Durch ein Lichtregime von 16 Stunden Licht mit einer Lichtstärke von mindestens 150 bis 200 Lux verlängern Sie die Tage: Der sogenannte Winterblues wird dadurch verhindert. Dadurch werden Stuten häufiger brünstig. Zudem bilden Pferde ein weniger dickes Winterfell aus, was einen erheblichen Aufwand und Kostenersparnis unter anderem bei Wärmedecken und beim Scheren bedeutet.

In Reithallen ist es wichtig, eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung zu gewährleisten. Die Vermeidung von Schatten, hellen Flecken und Lichtkreisen in den Reithallen sind wichtige Aspekte. Eine ungeeignete Lichtstärke oder ein ungeeignetes Lichtregime kann Auswirkungen auf die Gesundheit, die Leistung oder das Wohlbefinden der Pferde haben.

Ziegen:

Die Stallbeleuchtung hat einen großen Einfluss auf die Milchproduktion und die Fruchtbarkeit der Ziegen, insbesondere das Lichtregime, also die Tageslänge. Bei Dunkelheit wird im Gehirn mehr Melatonin gebildet, und dieses sogenannte Schlafhormon spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Wachstumshormonen und bei der Hemmung des Hormons Insulin.

An Tagen mit längerer Lichtdauer, wie im Frühling und Sommer, d. h. bei etwa 12–16 Stunden Licht, steigt die Wachstumshormonproduktion an und die Ziege gibt mehr Milch. Wenn die Tage kürzer werden, wie im Herbst, mit etwa 8–10 Stunden Licht pro Tag, nimmt die Milchleistung ab, während die Fettbildung und die Paarungsbereitschaft zunehmen.

Ein Lichtregime von 16 Stunden Licht mit einer Intensität von mindestens 200 Lux, gefolgt von einer Dunkelphase von 8 Stunden, kann die Laktationsperiode von Milchziegen verlängern. Die Simulation langer Tage im Stall ist ein wichtiger Faktor, um das sogenannte Dauermelken über mehrere Jahre hinweg ohne zwischenzeitliche Trächtigkeit aufrechtzuerhalten.

Für die Trockenperiode sollten Sie die Beleuchtung im Stall rechtzeitig auf 8 Stunden pro Tag reduzieren. Um einen Laktationshöhepunkt anzuregen, sollten Sie neben der Fütterung auch die Beleuchtung von kurzen auf lange Tage umstellen.

Von Natur aus ist die Ziege im Herbst fruchtbar und zeigt Paarungsbereitschaft, die sogenannte „Ritsigkeit“. Der Zyklus und die Brunst werden vor allem durch Unterschiede in der Tageslänge beeinflusst, aber auch durch die Temperatur, die Anwesenheit eines Ziegenbocks und Unruhe. Ein gewünschter Teil der Ziegen kann außerhalb der normalen Saison oder auch früher in den Zyklus gebracht werden, indem zunächst für einen bestimmten Zeitraum 16 Stunden lang 200 Lux aufrechterhalten und anschließend die Tageslänge künstlich auf 8 Stunden Licht pro Tag verkürzt wird. Dieses Lichtprogramm stimuliert sowohl bei der Ziege als auch beim Bock eine gleichzeitige, deutlichere und längere Brunst, verbunden mit einer höheren Qualität und Quantität des Spermas.

Ein ausgeklügeltes Beleuchtungsprogramm unterstützt zudem Hormonbehandlungen und die künstliche Besamung, was zu einer höheren Erfolgsquote bei den Trächtigkeiten führt. Das Lammen außerhalb der Saison führt beispielsweise zur Produktion von (fetter) Wintermilch und ermöglicht eine bessere Planung der Arbeit über das ganze Jahr hinweg. Mit der richtigen Beleuchtungsstärke im Stall können Sie eventuelle Gesundheitsprobleme bei den Tieren zudem früher erkennen.

Untersuchungen zufolge muss es im Stall mindestens 4 Stunden pro Tag dunkel sein (maximal 3 Lux), um die positiven Auswirkungen des Lichtregimes bei den Ziegen zu erzielen. Während der nächtlichen Kontrollrunde sorgt rote Beleuchtung für ausreichende Sicht, ohne die Tiere in ihrem Schlaf zu stören. Ein ungeeignetes Lichtniveau oder Lichtregime kann Auswirkungen auf die Gesundheit, die Produktion oder das Wohlbefinden Ihrer Ziegen haben.


Schweine:

Lichtintensität, Lichtverteilung, Tageslänge und Lichtfarbe beeinflussen das Tierwohl und damit auch das Verhalten von Schweinen. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser vier Faktoren wirkt sich positiv aus. Eine angemessene und gleichmäßige Stallbeleuchtung trägt unter anderem zu einer besseren Gesundheit und Produktivität bei.

Bei Fleischrindern ist eine Mindestlichtstärke von 150 bis 200 Lux nicht erforderlich. Schließlich muss nicht auf Fruchtbarkeit oder Milchleistung eingegangen werden. Es hat sich gezeigt, dass eine Beleuchtungsstärke von 80 bis 100 Lux ausreichend ist. Der Lichtrhythmus von 16 Stunden Licht, gefolgt von 8 Stunden Dunkelheit, ist bei Fleischrindern jedoch wichtig. Genau wie Milchvieh benötigen auch Fleischrinder ausreichend Nachtruhe.

Eine gute Beleuchtungsanlage sorgt neben guten Arbeitsbedingungen für eine optimale Farberkennung beim Vieh. Zudem ermöglicht eine angemessene Beleuchtungsstärke dem Landwirt, eventuelle Krankheiten früher zu erkennen. Darüber hinaus fördert eine gute Beleuchtung das Wachstum der Fleischrinder. Ein gut durchdachter Beleuchtungsrhythmus trägt zum Wohlbefinden Ihres Viehs bei.

Selbstverständlich ist es wichtig, dass das Beleuchtungssystem für das Stallklima geeignet ist. Ein ungeeignetes Lichtniveau oder Lichtregime kann Auswirkungen auf die Gesundheit, die Produktion oder das Wohlbefinden von Schweinen haben.

Bei Sauen lässt sich durch eine gute Stallbeleuchtung die Brunst anregen. Sauen pflanzen sich saisonal fort und somit nicht das ganze Jahr über. Von Natur aus kommen die Sauen im Frühjahr in die Brunst. Dunkle und kurze Tage verzögern diesen Prozess. Die kürzeren Tage im Jahr können durch Beleuchtung verlängert werden. Meistens werden daher 16 bis 18 Stunden lang mindestens 150 Lux aufrechterhalten, gefolgt von 8 Stunden Dunkelheit. Mit dieser Lichtstärke und diesem Beleuchtungsrhythmus können Sie den optimalen Brunstzeitpunkt (Frühjahr) nachahmen.

In einem Abferkelstall sind 16 Stunden Licht erforderlich, gefolgt von einer Dunkelphase von 8 Stunden. Bei Ferkelmutterschweinen ist es wichtig, das Wachstum der Ferkel zu fördern. Durch längere Lichtphasen erhalten die Ferkel die Möglichkeit zu mehr Saugvorgängen, wodurch sich die aufgenommene Milchmenge erhöht. Eine gute Stallbeleuchtung führt meist zu einem besseren Wachstum der Ferkel. Zudem erhöht sie die Überlebenschancen der schwächeren Ferkel.

Neben dem genannten Lichtregime wird eine Beleuchtungsstärke von durchschnittlich 100 bis 150 Lux empfohlen. Gleiches gilt für entwöhnte Ferkel und Mastschweine. Durch die Verlängerung der Tage erhält jedes Tier, also auch diejenigen mit niedrigerem Rang, die Möglichkeit, an den Trink- oder Fresstrog zu gelangen.

Untersuchungen zeigen, dass die Stallbeleuchtung wichtig ist, um die Futteraufnahme von Mastschweinen zu steigern, wodurch die Tiere schneller ihr Zielgewicht erreichen. Eine Beleuchtungsstärke von mindestens 100 Lux sorgt in der Regel dafür. Zudem gewährleistet eine gute Beleuchtungsstärke, dass der Landwirt seine Arbeiten gut ausführen kann. Bei guter Beleuchtung werden die Arbeitsabläufe und das Erkennen eventueller Krankheiten vereinfacht. Auch hier gilt ein Lichtregime von 16 Stunden Licht, gefolgt von 8 Stunden Dunkelheit.

Obwohl die Anwesenheit des Ebers bei der Aufzucht von Sauen einen großen Einfluss hat, sind auch eine gute Beleuchtungsstärke und ein geeignetes Lichtregime von großer Bedeutung. Hier wird normalerweise eine Beleuchtungsstärke von 150 Lux und ein Lichtregime von 8 Stunden Licht, gefolgt von 16 Stunden Dunkelheit, angewendet.

Durch verschiedene Untersuchungen ist bekannt geworden, dass eine gute Beleuchtung im Stall, in dem die Besamung stattfindet, die Brunst fördert und für einen guten Eisprung sorgt. Eine Beleuchtungsstärke von 200 bis 300 Lux ist in diesem Stall kein überflüssiger Luxus. Dies ist nicht nur gut für die Schweine, sondern auch für den Landwirt selbst.

Eine gute Stallbeleuchtung erleichtert die Arbeit und das Erkennen möglicher Krankheiten. Der hier angewandte Lichtzyklus entspricht dem in den Abferkelställen: 16 Stunden Licht, gefolgt von 8 Stunden Dunkelheit.




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